Sybille Jüttner

Sibylle Jüttner

  • Jahrgang 1974
  • Aufgewachsen in Zürich Schwamendingen, Gymnasium und anschliessend Studium an der Uni Zürich
  • Master in Geschichte und Deutsch, Lehrdiplom als Kantonsschullehrerin
  • Berufserfahrung als Kioskfrau Zürich HB, DaZ-Lehrerin für junge Flüchtlinge und Erwachsene (Deutsch als Zweitsprache)
  • Ab 2000 an der Kantonsschule Zürich Nord, seit 2006 Lehrerin an der Kanti Bülach mit einem 90%-Pensum
  • Unverheiratet, keine Kinder, Lebenspartner
  • Seit Frühling 2018 Mitglied der Schulpflege Sekundarschule Andelfingen und der Arbeitsgruppe Gemeindefusion

Warum ich kandidiere

Ich möchte meine politischen und gesellschaftlichen Anliegen einbringen und unsere Zukunft aktiv mitgestalten können. Diese Chance bietet die Wahl in den Kantonsrat.

Meine Schwerpunkte

Gerechtigkeit ist mir ein zentrales Anliegen. Darum setze ich mich für die Chancengleichheit beim Zugang zur Bildung und für gleiche Berufs- und Karrierechancen für Männer und Frauen ein. Viele gesellschaftliche Rahmenbedingungen stehen echter Gleichberechtigung nach wie vor im Weg – es gibt hier noch viel zu tun.
Ich kämpfe gegen eine Entsolidarisierung unserer Gesellschaft und stehe für ein gerechtes Steuersystem ein. Blindlings sparen bei den Sozialausgaben und in der Bildung, um damit Steuersenkungen zu ermöglichen, kommt für mich nicht in Frage.

Atommülllager

Der rasche und konsequente Atomausstieg ist für mich zwingend, nur so gelangen wir zu einer nachhaltigen Lösung bei der Suche nach einem Atommülllager. Ich bin der Meinung, dass wir unseren radioaktiven Abfall im eigenen Land entsorgen müssen. Je länger wir Atomstrom produzieren, desto grösser wird der Abfallberg. Es braucht mehr staatliche Förderung der erneuerbaren Energieformen.


Chancengleichheit beim Zugang zur Bildung

Sibylle Jüttner, Mitglied der Sekundarschulpflege Andelfingen

Gerechtigkeit ist mir ein zentrales Anliegen. Darum setze ich mich für die Chancengleichheit beim Zugang zur Bildung und für gleiche Berufs- und Karrierechancen für Männer und Frauen ein. Viele gesellschaftliche Rahmenbedingungen stehen echter Gleichberechtigung nach wie vor im Weg.

Eine aktuelle Publikation des Schweizerischen Wissenschaftsrates kommt zu Schluss, dass die sogenannte soziale Selektivität zunehmend zum Problem wird. Dies ist nicht nur ungerecht und bezüglich der Chancengleichheit ein Problem, sondern schadet nachweislich auch unserer Volkswirtschaft. Es gibt immer weniger Berufe mit geringen Anforderungsprofilen und gleichzeitig nimmt der Fachkräftemangel zu. Damit ist es umso wichtiger, das Potenzial aller Jugendlichen auszuschöpfen und dies gelingt in unserem Bildungssystem viel zu schlecht. Die neusten Daten des Bundesamtes für Statistik zeigen eindeutig auf, dass soziale Ungleichheiten durch das Bildungssystem nicht vermindert, sondern vielmehr reproduziert werden.

Angesichts der vorliegenden Befunde ist die Politik gefordert. Nachweislich können Investitionen in den Ausbau und die Qualität von frühkindlicher Erziehung und Bildung sowie in die Qualität der Primarschulbildung dieser Ungleichheit entgegenwirken. Dies kann durch den Auf- und Ausbau eines für alle bezahlbaren Kita-Angebots oder durch Tagesschulstrukturen geschehen. Bestehende Massnahmen wie Deutsch als Zweitsprache, diverse therapeutische Angebote (Logopädie, Psychomotorik-Therapie etc.) und Hausaufgabenhilfe müssten in diesem Rahmen weiter ausgebaut werden.

Im Weinland sind Tagesschulen noch die Ausnahme und das Kinderbetreuungs-Angebot muss ebenfalls ausgebaut werden. Diese Massnahmen wirken nicht nur einer Bildungsungerechtigkeit entgegen, sondern bieten jungen Familien eine echte Chance, sich Arbeit und Beruf besser aufzuteilen als bisher. Dies wiederum ermöglicht Paaren mit Kindern, sich gleichberechtigt weiterzuentwickeln.

Gewässerschutz

Als Taucherin teile ich die Vision des WWF, dass in verschiedenen Schweizer Flüssen unter anderem auch im Rhein wieder junge, natürlich geborene Lachse schwimmen werden. Dies ist nur möglich, wenn die Lachse wandern können. Aber auch für viele andere Fische ist wandern überlebenswichtig und unverzichtbar für die Fortpflanzung. In der Schweiz erschweren oder verhindern jedoch 88‘000 künstliche Hindernisse die Fischwanderung. Es ist jedes Jahr im zu Beginn des Winters bedrückend, die vielen toten Aale in Flurlingen unmittelbar nach dem Kraftwerk in Schaffhausen zu sehen. Sie sind ein Sinnbild für die mangelnden Möglichkeiten der Fische, solche Hindernisse zu meistern. Hier müssten im Kanton Zürich die Revitalisierungsmassnahmen weiter weitervorangetrieben werden, denn, es braucht mehr und auch qualitativ bessere Fischaufstiegshilfen, um die Arten besser zu schützen und damit den Lebensraum unserer Flüsse zu erhalten.